Claudius Holinski eröffnete das 2. Spitex-Forum Region Pfannenstiel und stellte die zentrale Frage nach der Positionierung der öffentlichen Spitex im Spannungsfeld zwischen Leistungsauftrag und Wettbewerb. Regierungsrätin Natalie Rickli betonte in ihrem Grusswort die Bedeutung tragfähiger und zukunftsgerichteter Versorgungsstrukturen im Kanton Zürich. Dr. med. Gieri Cathomas zeigte auf, wie sich das Gesundheitswesen zunehmend vom stationären in den ambulanten Bereich verschiebt und welche Schlüsselrolle der Spitex dabei als koordinierende Akteurin im Patientenpfad zukommen kann. Er hob insbesondere die Bedeutung integrierter Versorgungsmodelle und regionaler Kooperationen hervor, um Qualität und Effizienz langfristig zu sichern.
Dr. Christoph Jäger beleuchtete die rechtlichen Rahmenbedingungen rund um Ausschreibungen von Spitex-Leistungen und diskutierte mit Blick auf Städte und Gemeinden, welche Handlungsspielräume und Herausforderungen sich daraus ergeben. Eliane Pfister Lipp rückte die Bedeutung von Kultur und Haltung in den Fokus und argumentierte, dass nachhaltige Entwicklung und Innovation weniger von Technologie oder finanziellen Mitteln, sondern vielmehr von Vertrauen, Entscheidungsfähigkeit und einer lernenden Organisation abhängen.
Im anschliessenden Panel diskutierten Dr. med. Gieri Cathomas, Dr. Christoph Jäger, Dr. Eliane Pfister Lipp und Tobias Diener die zukünftige Rolle der Spitex im Zusammenspiel mit Spitälern und Heimen sowie die Auswirkungen neuer Ausschreibungspraktiken. Dabei wurde deutlich, dass insbesondere die Koordination der Versorgung, klare Governance-Strukturen und eine verstärkte Zusammenarbeit aller Akteure entscheidend sind, um den steigenden Anforderungen im Gesundheitswesen zu begegnen. Tobias Diener unterstrich zudem die Herausforderungen für regionale Versorgungsstrukturen und plädierte für gemeinsame, nachhaltige Lösungen. Das Forum schloss mit einem gemeinsamen Wrap-up und bot Raum für Austausch und Vernetzung.